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NewsBlog _ Rubrik: Persönliches
Information vom 15. Dezember 2025Mein 60. Geburtstag
15. Dezember 2025
Welch ein Moment(um): H aPp Y B i R th D a Y – 60 Jahre.
Heute, vor genau 60 Jahren, an einem wunderschönen Dezember-Mittwoch, gegen 17 Uhr, dem 349. Tag des Jahres, kamen am gleichen Tag und an unterschiedlichen Orten u.a. Torsten Münchow, ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher und José Tolentino Calaça de Mendonça, ein portugiesischer Geistlicher sowie Kurienerzbischof der römisch-katholischen Kirche zur Welt (absolut unnützes Wissen). Wichtiger für mich war der geglückte "fast-monarchische" Kaiserschnitt meiner Mutter in der Ex-Kaiser-Stadt Nürnberg. Fränkisch göttlich. Ich war da, zierte die Generation UrUrUr-Ahnen, in Nordeuropa, war kein Teil der Boomer, sondern der erste Jahrgang der Generation X. Reine Glückssache, mehr als ein Sechser mit Superzahl***
Im gleichen Monat Dezember wurde auch die Nabelschnur der Eislaufprinzessin Katharina Witt (3.) des Fussballers Ulf Kirsten (12.) und in den USA die von Megastar Ben Stiller (30.) sowie die mütterliche Versorgungsleitung einer meiner Lieblingsschauspielerinnen, Anke Engelke (21.) mütterlicherseits getrennt. Damit kann man sich wirklich sehen lassen – anfangs natürlich noch Schwarzweiß. Eine Superjeilezick sang BAP einige Jährchen später. Sch* drauf, dass der Kalte Krieg oder der Vietnam-Krieg herrschten, der Leopard 1 ausgeliefert wurde, Winston Churchill starb, auch ein Smog-Alarm den Auto-Verkehr belastete, der Bundestag ein neues Ausländergesetz verabschiedete, [...] die 5. Bundestagswahl 1965 die CDU/CSU mit 47,6% gewinnt und Ludwig Erhard Kanzler wurde. 1965 lebten bereits zu viele (Verdoppelung seit 1927), aber erst 3,33 Mrd. Menschen auf unserer Erde. Wir diskutieren heute ernsthaft über Umweltbelastungen und ballern unseren Planeten mit über 8 Mrd. hungrigen, teilweise dumpfbackigen, gewaltbereiten "menschlichen Krankheitserregern" voll, die sich über KI und den Rest der Welt aufregen? Wir sind die Ursache und das Problem unserer Selbstvernichtung.
Doch hören wir auf zu jammern, denn auch der erste kommerzielle Satellit wurde gestartet, "Life" veröffentlicht die ersten Embryo-Bilder aus dem Mutterleib (von mir waren sie leider nicht), die Motorfahrräder "Mofas" (Art E-Bikes mit Verbrenner) durften auf den Markt kommend ohne Führerschein gefahren werden (heute nennt man E-Bikes ohne Motor BioBikes; ich fahre mit Muskelkraft), die Lottozahlen*** wurden erstmals im September im Fernsehen ausgestrahlt, das Nachkriegs-Wirtschafts-Wunder nimmt Fahrt auf und zwei Tage nach meiner Geburt wird der damals neueste James Bond "Feuerball" in unseren Kinos angeboten. Sean Connery starb allerdings bereits 2020 im Alter von 90 Jahren.
Sicher, auch die Mett-Igel-Zeit der MelonenBowle mit ganzen Früchten ohne Fernbedienung, iPhone oder WLAN wurden Mainstream. Eine meiner absoluten Lieblingsbands Pink Floyd und die Verlage Gruner + Jahr wurden gegründet, das Fischertechnik-Baukastensystem und die Antibabypille kam auf den Markt. Alles roch nach Freiheit. Selbst die FDP hatte 9,5%. Ich wuchs im eigenen, neu gebauten Haus, mitten im Wald auf.
Mary Quant prägte die 60er mit dem Minirock für Frauen (damals die Befreiung, heute Sexismus) und benannte ihn nach dem MINI-Cooper, der 60 Jahre später als John Cooper Works-Cabrio schon zu meinem 50. Geburtstag vor unserer Haustüre stand. Alles wie immer, nur anders?
Es vergehen die Jahre und Jahrzehnte, die Kinder wurden groß, volljährig, selbstständig und erfolgreiche Akademiker, meine Haare silber-grau (wenn sie noch da sind und nicht nur dort wachsen, wo sie früher nicht störten), die Werbespots im Fernsehen werden immer lauter und unerträglicher, die "Gute Alte Zeit" gibt es nicht, die Schmerzen und Inflation nehmen zu und plötzlich naht das Renteneintrittsalter. Zack, Bumm, Batsch, 60! Wo ist die Zeit geblieben? Sicher ist, dass die Zeit auch im Alter nicht schneller läuft, aber sie auch weiterhin sekündlich vergeht. Wie auch immer, plötzlich ist man Sechzig, sprich: Nicht-mehr-ganz-frisch-oder-jung! Die Patina verzückt, die Erinnerungen schmücken primär das Langzeitgedächtnis und anhand eines Freundes erkenne ich die Auswirkungen der Altersdemenz. Man erträgt Privatmedien, Fakes, neue Ellbogen, SystemMobbing, Widerspruch, Sättigung, geistige Armut, Globalisierung, Verdrängung und wieder eine Talfahrt im technischen Paradies und beerdigte bereits eine Menge Wegbegleiter.
Gleichzeitig gedeiht im Land der Millionen "SocialWeb-Sieger, Schönen und Reichen", im Eldorado der 24/7 Südfrüchte, der ständigen Erreichbarkeit, der Wohlstandsbäuche, der globalen Vernetzung, die Millionen Päpste, Kanzler (...) und Experten [...] und dank der medizinischen Entwicklung, die immer weiter steigende Lebenserwartung. Mozart wurde 35, unsere Kinder könnten schon 100 Jahre alt werden. Ich werde ohne Zweitnamen, Botox oder Jungbrunnen heute – erst und schon – 60 Jahre alt. (Damit bin ich bereits 20% älter, als mein Vater alt wurde.)
Mal sehen (trotz Lesebrille): Vielleicht fliege ich am 15. Dezember 2025 zum Mond, in ein Universum, ans Meer oder feiere Zuhause, spiele Rommé, trinke Espresso, tanze Premium-Lambada, lese Asterix, genieße die Sonne, habe Sex, singe Hippie-Songs, zelebriere Single Malt, Wasser con gas oder Dom Perignon, esse Sushi, fahre bei 5 Grad mit Heizung Cabrio, schaue keine Nachrichten [...] richte die Krone und weiter gehts!? Ich liebe das Leben, meine Familie, meine Kinder, meine Freunde – trotz der vielen Deppen. Die Sonne scheint, zumindest hier.




